Definition
Der Weißgrad ist ein photometrischer Messwert, der beschreibt, wie stark eine Oberfläche weißes Licht reflektiert und dabei als nahezu perfekt weiß wahrgenommen wird. Er erfasst sowohl die Helligkeit als auch den Farbton einer Probe, insbesondere den Blauanteil im reflektierten Licht, da das menschliche Auge ein leicht blaustichiges Weiß als besonders rein empfindet. Der Weißgrad wird in der Regel nach standardisierten Messverfahren bestimmt und als dimensionsloser Zahlenwert angegeben, wobei höhere Werte einem wahrgenommenen Weißeindruck entsprechen.
Verwendung in der Textilindustrie
In der Textilindustrie wird der Weißgrad zur Beurteilung und Qualitätskontrolle von gebleichten, optisch aufgehellten oder rohen Fasern, Garnen und Flächengebilden eingesetzt. Optische Aufheller (fluoreszenzaktive Substanzen) werden gezielt eingesetzt, um den Weißgrad von Textilien zu erhöhen, indem unsichtbares UV-Licht in sichtbares blaues Licht umgewandelt wird. Der Weißgrad ist darüber hinaus relevant für die Veredlung von Textilien, da er als Ausgangskennwert vor dem Färben oder Bedrucken die Reproduzierbarkeit und Farbechtheit beeinflusst.
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