Definition
Vektorenschutz bezeichnet die Eigenschaft von Textilien, den Kontakt zwischen dem Träger und Vektoren – also Organismen wie Insekten oder Milben, die Krankheitserreger übertragen können – zu verhindern oder erheblich zu reduzieren. Dies wird erreicht durch mechanische Barrierewirkung des Gewebes (dichte Konstruktion, geringe Maschenweite) und/oder durch den Einsatz von insektiziden oder repellierenden Ausrüstungen, die in oder auf die Textilfaser eingebracht werden. Ziel ist es, den Stich oder den Körperkontakt mit potenziell krankheitsübertragenden Arthropoden zu verhindern und damit das Infektionsrisiko zu senken.
Verwendung in der Textilindustrie
Im Bereich Arbeitsschutz und Outdoor-Bekleidung werden Gewebe mit engen Bindungsstrukturen sowie permanenten oder waschbeständigen Insektizidausrüstungen eingesetzt, etwa für Schutzkleidung in tropischen Regionen oder für Militärbekleidung. Bettnetze, Schlafsäcke und Zeltmaterialien werden ebenfalls mit vektorenschützenden Ausrüstungen versehen, um Malaria, Dengue oder andere vektorübertragene Erkrankungen zu reduzieren. Dabei spielen sowohl die mechanische Gewebekonstruktion als auch die Waschbeständigkeit der wirkstoffhaltigen Ausrüstung eine zentrale Rolle für den langfristigen Schutzeffekt.
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