Textil-Glossar

Schwebstoffe

Definition

Schwebstoffe sind feine, feste oder flüssige Partikel, die in einem gasförmigen oder flüssigen Medium suspendiert sind und sich aufgrund ihrer geringen Größe und Masse nicht oder nur sehr langsam absetzen. Sie entstehen in industriellen Prozessen etwa durch mechanische Zerkleinerung, Reibung, Verbrennung oder chemische Reaktionen. In Abhängigkeit von Partikelgröße, Dichte und Mediumviskosität verhalten sie sich nach den Gesetzen der Strömungsmechanik und können durch Filtration, Sedimentation oder elektrostatische Abscheidung aus dem Trägermedium entfernt werden.

Verwendung in der Textilindustrie

In der Textilindustrie treten Schwebstoffe vor allem in der Spinnerei und Weberei als Faserstaub und Flusen auf, die bei der mechanischen Bearbeitung von Natur- und Chemiefasern freigesetzt werden. In der Textilveredlung kommen Schwebstoffe in Prozesswassern und Abwässern vor, etwa als Farbstoffpartikel oder Pigmentreste aus Färbe- und Druckprozessen, und müssen vor der Einleitung in Klärsysteme abgetrennt werden. Auch in der Druckluftversorgung von Textilmaschinen spielen Schwebstofffilter eine Rolle, um Anlagenkomponenten vor Partikelabrieb zu schützen.

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Häufige Frage

Schwebstoffe befinden sich im suspendierten Zustand im Trägermedium und setzen sich unter normalen Bedingungen nicht oder nur sehr langsam ab, während Sedimente bereits abgesetzte Partikel bezeichnen, die sich am Boden eines Behälters oder Gewässers angesammelt haben. Der Übergang ist fließend und hängt von Partikelgröße, Dichte sowie den Strömungsverhältnissen im Medium ab. Schwebstoffe können unter veränderten Bedingungen, etwa bei Strömungsberuhigung oder Zugabe von Flockungsmitteln, zu Sediment werden.

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