Definition
Die Schnittführung bezeichnet in der Bekleidungs- und Textilindustrie die geplante Anordnung und Verlaufsrichtung der Schnittteile auf einem Stoff oder einer Stoffbahn, einschliesslich der Lage der Schnittlinien in Bezug auf Fadenlauf, Muster und Materialstruktur. Sie legt fest, wie die einzelnen Schnittschablonen auf dem Zuschnittmaterial positioniert werden, um die geforderten Qualitätseigenschaften des fertigen Produkts zu erzielen und den Materialverbrauch zu optimieren. Eine korrekte Schnittführung berücksichtigt technische Vorgaben wie Fadenrichtung, Rapport bei gemusterten Stoffen sowie Dehn- und Struktureigenschaften des Materials.
Verwendung in der Textilindustrie
In der industriellen Konfektion wird die Schnittführung computergestützt mit CAD-Legesystemen geplant, um bei der Serienfertigung Materialverluste im Zuschnitt auf ein Minimum zu reduzieren. Bei gemusterten oder gerichteten Geweben ist die Schnittführung besonders anspruchsvoll, da Streifen, Karos oder Florrichtungen (etwa bei Samt) stückgenau aufeinander abgestimmt werden müssen. Auch in der technischen Textilverarbeitung, zum Beispiel beim Zuschnitt von Verbundwerkstoffen oder beschichteten Geweben, bestimmt die Schnittführung massgeblich die mechanischen Eigenschaften des Endprodukts.
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