Textil-Glossar

schmälzen

Definition

Schmälzen bezeichnet das Aufbringen eines Schmälzmittels (auch Schmelze oder Avivage genannt) auf Textilfasern oder Garne, um deren Verarbeitbarkeit zu verbessern. Das Schmälzmittel ist ein fett- oder ölhaltiges Präparat, das die Fasern geschmeidig macht, die Reibung zwischen Faser und Maschinenbauteilen reduziert und die Fasern vor mechanischer Beschädigung schützt. Der Vorgang wird in der Regel vor dem Spinnen, Weben oder Wirken durchgeführt. Nach der Verarbeitung wird das Schmälzmittel durch Waschen oder thermische Behandlung wieder entfernt.

Verwendung in der Textilindustrie

Schmälzen wird vor allem in der Spinnerei und Weberei eingesetzt, um Fasern wie Wolle, Chemiefasern oder Bastfasern für die mechanische Weiterverarbeitung vorzubereiten. Das Schmälzmittel verringert die Faserreibung, verhindert elektrostatische Aufladung und fördert den Faserzusammenhalt, was Fadenbrüche und Qualitätsverluste im Prozess reduziert. Die Auftragsmenge und Zusammensetzung des Präparats werden je nach Faserart, Maschinentyp und nachfolgendem Verarbeitungsschritt angepasst.

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Häufige Frage

Schmälzen wird auf Fasern oder Garne aufgebracht, um deren Gleitfähigkeit und Geschmeidigkeit bei der Verarbeitung in der Spinnerei oder Wirkerei zu verbessern, und zielt primär auf die Faser selbst ab. Schlichten hingegen wird auf Kettgarne aufgetragen, um deren Oberfläche zu versiegeln und ihnen eine höhere Abriebfestigkeit für den Webprozess zu verleihen. Beide Verfahren sind Hilfsmittelbehandlungen, die nach der Verarbeitung wieder ausgewaschen werden, dienen aber unterschiedlichen Zwecken und werden an verschiedenen Punkten im Produktionsprozess eingesetzt.

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