Textil-Glossar

Scheuerfestigkeit

Definition

Scheuerfestigkeit bezeichnet die Widerstandsfähigkeit eines textilen Flächengebildes gegenüber mechanischem Abrieb, der durch wiederholtes Reiben gegen eine andere Fläche entsteht. Dabei werden die Fasern, Garne oder die Gewebestruktur beansprucht, was zu Faserbruch, Pillingbildung, Oberflächenveränderungen oder vollständigem Durchscheuern führen kann. Die Scheuerfestigkeit ist eine wesentliche mechanische Gebrauchseigenschaft von Textilien und wird in genormten Prüfverfahren ermittelt, bei denen eine Probe unter definiertem Druck und einer festgelegten Anzahl von Reibzyklen beansprucht wird.

Verwendung in der Textilindustrie

Scheuerfestigkeit ist besonders relevant für Textilien, die im Gebrauch starker mechanischer Beanspruchung ausgesetzt sind, etwa Polsterstoffe, Arbeitsschutzbekleidung, Outdoor- und Sportbekleidung sowie technische Textilien wie Gurte oder Abdeckmaterialien. Bei Möbelbezugsstoffen ist sie ein zentrales Qualitätsmerkmal, da Sitzbereiche durch wiederholtes Aufstehen und Hinsetzen stark belastet werden. Auch bei Berufskleidung und Uniformen wird die Scheuerfestigkeit herangezogen, um die Lebensdauer und Funktionssicherheit im Einsatz zu beurteilen.

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Häufige Frage

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, bezeichnen jedoch unterschiedliche Beanspruchungsarten: Scheuerfestigkeit beschreibt den Widerstand gegen das flächige Reiben zweier Textilflächen aneinander, wie es etwa in Achsel- oder Kniebereichen von Kleidung auftritt. Abriebfestigkeit hingegen bezieht sich allgemeiner auf den Widerstand gegen abtragenden Kontakt mit einer harten oder rauen Gegenfläche, was stärkeren Materialverlust verursachen kann. In der Prüfpraxis wird je nach Einsatzgebiet zwischen Flachscheuer-, Kantenreib- und Trommelscheuertests unterschieden, um die jeweilige Beanspruchungsform praxisnah abzubilden.

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