Textil-Glossar

Rollenware

Definition

Rollenware bezeichnet textile Flächengebilde, die im Produktionsprozess als kontinuierliche, endlose Bahn hergestellt und anschließend auf Hülsen oder Kerne aufgewickelt werden. Die Ware wird in dieser Aufmachungsform gelagert, transportiert und in der Weiterverarbeitung von der Rolle abgerollt. Typische Rollenwaren sind Gewebe, Gewirke, Vliesstoffe, Folien und Beschichtungen, deren Breite durch die jeweilige Produktionsanlage bestimmt wird.

Verwendung in der Textilindustrie

Rollenware ist die gängigste Lieferform für textile Halbwaren in der Konfektion, der technischen Textilverarbeitung und der Heimtextilienproduktion, da sie eine kontinuierliche maschinelle Verarbeitung ohne häufige Unterbrechungen ermöglichen. In Zuschneide- und Konfektionierungsbetrieben wird die Bahn von der Rolle auf Schneidetische abgelegt und in definierte Zuschnitte geteilt. Auch in der Beschichtungs-, Kaschier- und Laminierungstechnik ist die Verarbeitung von Rollenware Standard, weil Rolle-zu-Rolle-Anlagen einen effizienten, unterbrechungsfreien Materialfluss gewährleisten.

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Häufige Frage

Meterware ist ein allgemeiner Handelsbegriff für textiles Material, das nach Längenmaß verkauft wird, und kann sowohl von der Rolle als auch in anderen Aufmachungsformen wie gefalteten Stücken vorliegen. Rollenware hingegen bezeichnet eine spezifische Aufmachungsform, bei der das Material aufgewickelt ist und als Ganzes gehandhabt wird. Im industriellen Umfeld wird fast ausschließlich Rollenware eingesetzt, während der Begriff Meterware häufiger im Einzel- und Fachhandel verwendet wird.

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