Textil-Glossar

Rauhmaschine

Definition

Die Rauhmaschine ist eine Textilmaschine, die zur mechanischen Oberflächenbehandlung von Geweben und Gewirken eingesetzt wird, indem sie durch rotierende Walzen mit Kratzenbeschlag oder Nadelstäbchen Fasern aus dem Fadenverbund herausarbeitet und aufrichtet. Dieser Prozess, das sogenannte Rauhen, erzeugt eine mehr oder weniger ausgeprägte Florschicht auf der Gewebeoberfläche. Das Ergebnis ist ein weicherer Griff, eine verbesserte Wärmeisolation und ein charakteristisches, flauschiges Aussehen des Textils.

Verwendung in der Textilindustrie

Rauhmaschinen werden vor allem bei der Veredlung von Streich- und Kammgarngeweben, Flanellen, Wolldecken sowie bestimmten Baumwoll- und Mischgeweben eingesetzt. Durch die Intensität und Anzahl der Rauhdurchgänge lässt sich der Charakter der Oberfläche gezielt steuern, von einem leichten Anrauhen bis hin zu einem dichten, gleichmäßigen Flor. Neben der Optik beeinflusst das Rauhen auch funktionale Eigenschaften wie Wärmehaltung und Feuchtigkeitsmanagement des Endprodukts.

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Häufige Frage

Die Rauhmaschine erzeugt durch mechanisches Herausarbeiten und Aufrichten von Fasern einen Flor auf der Gewebeoberfläche und macht das Textil weicher und voluminöser. Die Schermaschine hingegen schneidet den bereits vorhandenen Flor auf eine gleichmäßige Höhe ab, um eine egale, glatte Oberfläche zu erzielen. Beide Prozesse können in der Textilveredlung aufeinander folgen, um sowohl Griff als auch Aussehen des Gewebes gezielt einzustellen.

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