Textil-Glossar

Post-Consumer Waste

Definition

Post-Consumer Waste (PCW) bezeichnet Materialien und Produkte, die nach ihrer bestimmungsgemäßen Nutzung durch den Endverbraucher als Abfall anfallen und aus dem Konsumkreislauf ausgeschieden sind. Im Unterschied zu Produktionsabfällen entstehen diese Materialien erst nach der vollständigen Nutzungsphase und wurden dem Verbraucher tatsächlich übergeben. Typische Beispiele in der Textilindustrie sind gebrauchte Kleidungsstücke, Heimtextilien oder PET-Flaschen nach dem Gebrauch. Post-Consumer Waste gilt als wertvoller Sekundärrohstoff, sofern eine geeignete Sammlung, Sortierung und Aufbereitung sichergestellt ist.

Verwendung in der Textilindustrie

In der Textilindustrie wird Post-Consumer Waste vor allem durch mechanisches oder chemisches Recycling zu Neufasern oder Garnen verarbeitet, beispielsweise durch das Zerreißen und Wiederverspinnen alter Textilien oder die Granulierung von PET-Verpackungen zu Recyclingfasern. Recycelte Polyesterfasern aus gebrauchten PET-Flaschen sind ein verbreitetes Beispiel und werden unter anderem für Fleecestoffe, Füllmaterialien und technische Textilien eingesetzt. Die Qualität der erzeugten Rezyklate hängt wesentlich von der Reinheit und Sortiergüte des gesammelten Post-Consumer Waste ab.

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Häufige Frage

Pre-Consumer Waste entsteht innerhalb der Produktionskette, also beispielsweise als Verschnitt oder Ausschuss im Herstellungsprozess, bevor ein Produkt den Endverbraucher erreicht. Post-Consumer Waste hingegen fällt erst nach der tatsächlichen Nutzung durch den Endverbraucher an. Diese Unterscheidung ist für Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsbewertungen relevant, da Post-Consumer Waste als anspruchsvoller in der Aufbereitung gilt und eine funktionierende Sammel- und Sortierinfrastruktur voraussetzt.

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