Textil-Glossar

maßhaltig

Definition

Maßhaltig beschreibt die Eigenschaft eines textilen Flächengebildes oder Bekleidungsstücks, seine vorgegebenen Abmessungen und geometrische Form unter definierten Bedingungen beizubehalten. Ein maßhaltiges Material verändert sich weder durch Feuchtigkeit, Waschvorgänge, mechanische Beanspruchung noch durch Temperaturschwankungen in einem unzulässigen Maß. Die Maßhaltigkeit ist damit ein Qualitätsmerkmal, das die Formstabilität und die Reproduzierbarkeit der Abmessungen über den Gebrauchszeitraum sicherstellt.

Verwendung in der Textilindustrie

In der Bekleidungsindustrie ist Maßhaltigkeit besonders bei Einlagestoffen, Verstärkungsgeweben und technischen Textilien gefordert, da Abweichungen im Fertigungsverbund zu Passformproblemen oder Funktionseinbußen führen können. Bei Arbeitsbekleidung, Schutzausrüstung und uniformierter Kleidung stellt die Maßhaltigkeit nach mehrfacher Wäsche ein Kriterium der Produktspezifikation dar. Auch in der technischen Textilverarbeitung, etwa bei Filtergeweben oder Verstärkungslagen in Verbundwerkstoffen, ist präzise Maßhaltigkeit eine Voraussetzung für die Funktion des Endprodukts.

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Häufige Frage

Maßhaltigkeit und Dimensionsstabilität bezeichnen im Wesentlichen dieselbe Eigenschaft, werden jedoch in unterschiedlichen Fachkontexten verwendet: Dimensionsstabilität ist der in der Prüf- und Normungssprache gängigere Begriff und bezieht sich häufig auf messbare Änderungen längs und quer zur Gewebebahn unter normierten Bedingungen. Maßhaltig ist dagegen ein eher produktbezogener, beschreibender Begriff, der im konstruktiven und konfektionstechnischen Zusammenhang verwendet wird, um auszudrücken, dass ein Zuschnitt oder ein Fertigteil seine Sollabmessungen hält.

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