Definition
Linters sind sehr kurze Samenfasern der Baumwollpflanze (Gossypium spp.), die nach dem ersten Egreniervorgang noch am Samen verbleiben und in einem zweiten Arbeitsschritt – dem sogenannten Delinting – gewonnen werden. Sie sind in der Regel weniger als 10 mm lang, haben eine raue Oberfläche und sind wegen ihrer geringen Länge und mangelhaften Spinnfähigkeit für die konventionelle Garnherstellung ungeeignet. Linters unterscheiden sich damit grundlegend von den langen Spinnereiqualitäten (Lint) der Baumwolle, die direkt beim ersten Egrenieren anfallen.
Verwendung in der Textilindustrie
Linters finden in der Textilindustrie kaum als Textilfaser Verwendung, sind aber als Rohstoff für die Herstellung von Viskose, Celluloseacetat und anderen Celluloseregeneratfasern von Bedeutung, da sie einen hohen Cellulosegehalt aufweisen. Darüber hinaus werden Linters in der Vliesstoffproduktion sowie als Füllmaterial eingesetzt. In der chemischen Industrie dienen sie als Ausgangsmaterial für Celluloseether und -ester, die in Beschichtungen, Lebensmittelzusätzen und pharmazeutischen Anwendungen genutzt werden.
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