Definition
Lichtechtheit bezeichnet die Widerstandsfähigkeit von Farb- und Druckstoffen sowie Appreturmitteln auf Textilien gegenüber der bleichenden und zerstörenden Wirkung von Licht, insbesondere ultravioletter und sichtbarer Strahlung. Lichtunechtheit entsteht dadurch, dass Lichtenergie chemische Bindungen im Farbstoffmolekül aufbricht und so zu Farbveränderungen oder vollständigem Ausbleichen führt. Die Lichtechtheit wird auf einer genormten Skala bewertet, bei der hohe Werte eine geringe Veränderung und damit eine gute Lichtbeständigkeit anzeigen. Sie ist von der Nassreib- oder Waschechtheit zu unterscheiden, da sie ausschließlich die Reaktion auf Strahlungseinwirkung beschreibt.
Verwendung in der Textilindustrie
Lichtechtheit ist besonders relevant für Textilien mit längerer Lichtexposition, etwa Möbelstoffe, Vorhänge, Markisenstoffe, Berufskleidung im Außenbereich sowie Sportbekleidung. Bei der Farbstoffauswahl für solche Anwendungen werden Farbstoffe bevorzugt, die strukturell stabiler gegenüber Photodegradation sind, wie bestimmte Reaktiv-, Küpen- oder Dispersions-Farbstoffe. Zusätzlich können UV-Schutzmittel und Lichtstabilisatoren als Ausrüstung aufgetragen werden, um die Lichtechtheit des Gesamtartikels zu verbessern.
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