Definition
Gradieren ist das Ableiten kleinerer und größerer Größen ausgehend von einer bestimmten Modellgröße (Basisgröße). Diese Größe wird betriebsindividuell festgelegt. Die Ausgangsgrößen für das Gradieren mit Sprungwerten sind in der DOB (Damenoberbekleidung) die Größen 34, 36 oder 38 und in der HAKA (Herren- und Knabenoberbekleidung) die Größen 48 oder 50. Sie werden auch als Mustergrößen verwendet.
Verwendung in der Textilindustrie
In der industriellen Bekleidungsfertigung wird das Gradieren eingesetzt, um aus einem einzigen Schnittmuster eine vollständige Größenreihe zu erzeugen, ohne jeden Schnitt neu zu konstruieren. Es kommt sowohl bei manueller Schnittbearbeitung als auch bei CAD-gestützten Systemen zum Einsatz, wobei die Gradierregeln je nach Produktsegment und Zielkörpermaßtafel variieren. Ziel ist eine maßgerechte und proportional korrekte Übertragung der Formgebung über alle Größen hinweg.
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