Textil-Glossar

Gossypium barbadense

Definition

Gossypium barbadense ist eine Baumwollart aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), die ursprünglich aus Südamerika stammt und heute vor allem in Ägypten, Peru, den USA und einigen anderen subtropischen Regionen angebaut wird. Die Art zeichnet sich durch besonders lange, feine und gleichmäßige Fasern aus, die in der Fachsprache als extralangstielige (extra-long staple, ELS) Baumwolle bezeichnet werden. Bekannte Handelsnamen und Qualitätskategorien, die auf Gossypium barbadense basieren, sind unter anderem Pima (USA), Giza (Ägypten) und Sea Island (Karibik).

Verwendung in der Textilindustrie

Aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Faserlänge, hohen Reißfestigkeit und natürlichen Seidenweichheit wird Gossypium barbadense bevorzugt für hochwertige Gewebe, Feinstrickwaren sowie Bettlaken und Frottierware im gehobenen Segment eingesetzt. Die langen Fasern ermöglichen eine besonders gleichmäßige, glatte Garnstruktur mit geringer Pilling-Neigung, was die Stoffe besonders strapazierfähig und angenehm im Griff macht. In der Verarbeitung erfordert ELS-Baumwolle speziell eingestellte Spinn- und Webmaschinen, da die Fasereigenschaften von den für Gossypium hirsutum optimierten Standardprozessen abweichen.

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Häufige Frage

Gossypium hirsutum, auch als Upland-Baumwolle bekannt, ist die weltweit am häufigsten angebaute Baumwollart und liefert kürzere bis mittellange Fasern, während Gossypium barbadense deutlich längere und feinere Fasern (extra-long staple) produziert. Daraus resultiert bei Gossypium barbadense eine höhere Garnqualität mit glatterem Griff und besserer Festigkeit, jedoch auch ein geringerer Ertrag pro Anbaufläche und ein höherer Verarbeitungsaufwand. Gossypium hirsutum dominiert die Massenproduktion, wohingegen Gossypium barbadense überwiegend in der Herstellung hochwertiger Textilien eingesetzt wird.

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