Textil-Glossar

Fotoemulsion

Definition

Eine Fotoemulsion ist eine lichtempfindliche, zähflüssige Schicht, die auf ein Trägermaterial – beispielsweise ein Siebdruckgewebe – aufgetragen wird und nach dem Trocknen durch Belichtung mit UV-Licht ausgehärtet werden kann. Sie besteht typischerweise aus einem Polymer- oder Gelatinebinder sowie einem lichtempfindlichen Wirkstoff, der unter UV-Einwirkung eine unlösliche Vernetzung eingeht. Unbelichtete Bereiche bleiben wasserlöslich und werden beim Entwickeln ausgewaschen, sodass eine Schablone mit offenen und geschlossenen Bereichen entsteht. Die Auswahl der Emulsion richtet sich nach dem Druckmedium, dem Druckträger und den geforderten Auflösungs- und Standzeiteigenschaften.

Verwendung in der Textilindustrie

In der Textilindustrie wird Fotoemulsion vor allem im Siebdruckverfahren eingesetzt, um Druckschablonen für das Bedrucken von Geweben, T-Shirts und technischen Textilien herzustellen. Die Emulsion wird gleichmäßig auf das Siebdruckgewebe aufgetragen, getrocknet und anschließend durch ein Filmpositiv oder ein digitales Belichtungsgerät belichtet, um das Druckmuster zu übertragen. Für den Textildruck werden bevorzugt wasserresistente und lösemittelbeständige Emulsionstypen verwendet, da die eingesetzten Textilfarben und Nachbehandlungsprozesse hohe Anforderungen an die Schablonenbest­ändigkeit stellen.

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Häufige Frage

Eine Direktemulsion wird flüssig auf das Siebgewebe aufgerakelt und bildet nach dem Trocknen eine mit dem Gewebe verwachsene Schicht, deren Dicke durch die Anzahl der Aufträge beeinflusst werden kann. Ein Kapillarfilm ist hingegen eine vorgefertigte, auf einer Trägerfolie aufgebrachte Feststoffschicht, die mit definierter und gleichmäßiger Schichtdicke auf das feuchte Sieb aufgelegt und nach Ablösen der Folie belichtet wird. Der Kapillarfilm bietet dadurch eine höhere Schichtdickenspräzision, während die Direktemulsion flexibler in der Applikation und in der Regel kostengünstiger ist.

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