Textil-Glossar

Fixiereinlage

Definition

Fixiereinlagen sind textile oder nicht-textile Flächengebilde, die durch Wärme, Druck und gegebenenfalls Feuchtigkeit dauerhaft mit einem Oberstoff verbunden werden. Sie bestehen in der Regel aus einem Trägermaterial – zum Beispiel Gewebe, Gewirke oder Vliesstoff – das einseitig oder beidseitig mit einem thermoplastischen Klebstoff beschichtet ist. Ihre Hauptfunktion besteht darin, Kleidungsstücken oder Bekleidungsteilen Formstabilität, Steifigkeit oder Volumen zu verleihen und die Verarbeitbarkeit des Oberstoffs zu verbessern.

Verwendung in der Textilindustrie

Fixiereinlagen werden besonders häufig in der Oberbekleidungsherstellung eingesetzt, etwa in Kragenunterteilen, Manschetten, Revers, Blenden und Taillenbändern, um diesen Bereichen die gewünschte Formhaltigkeit zu verleihen. Je nach Anforderung werden Einlagen mit unterschiedlichen Trägermaterialien und Klebstoffpunktrasterungen ausgewählt, um Eigenschaften wie Waschbeständigkeit, Griff und Dehnverhalten an den jeweiligen Verwendungszweck anzupassen. Die Verbindung zwischen Einlage und Oberstoff erfolgt industriell über Bügel- oder Bandpressenaggregate unter definierten Temperatur-, Druck- und Zeitparametern.

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Häufige Frage

Eine Fixiereinlage wird durch einen thermoplastischen Klebstoff fest mit dem Oberstoff verbunden und ist nach dem Fixiervorgang nicht mehr zerstörungsfrei lösbar. Eine lose Einlage (Einnäheinlage) hingegen wird ohne Klebstoff nur durch Nähte im Kleidungsstück fixiert und bleibt damit mechanisch trennbar, was bei bestimmten Oberstoffen oder Pflegeanforderungen bevorzugt wird.

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