Definition
Fehlstellen sind lokale Abweichungen in Geweben, Gestricken oder anderen Textilstrukturen, die durch Unregelmässigkeiten im Herstellungsprozess entstehen. Ursachen können unter anderem ungleichmässig dicke Garne, Fadenbrüche, Webfehler, Schussfadenversatz oder Verunreinigungen im Rohmaterial sein. Fehlstellen beeinträchtigen die optische Gleichmässigkeit, die mechanischen Eigenschaften sowie die Gebrauchstauglichkeit des Textils und führen häufig zur Abstufung der Ware in niedrigere Qualitätsklassen.
Verwendung in der Textilindustrie
In der Qualitätssicherung der Textilindustrie werden Fehlstellen bei der Warenkontrolle durch visuelle Inspektion oder automatisierte Kamerasysteme erfasst und nach Art, Häufigkeit und Ausprägung bewertet. Bei Oberstoffen, technischen Textilien und Heimtextilien gelten je nach Verwendungszweck unterschiedliche Toleranzgrenzen für Art und Anzahl zulässiger Fehlstellen. Fehlstellenbehaftete Warenabschnitte werden bei der Konfektion gezielt ausgeschieden oder, sofern möglich, umgearbeitet, um Ausschuss zu minimieren.
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