Textil-Glossar

Farbpigment

Definition

Farbpigmente sind unlösliche, fein verteilte Feststoffe, die einem Substrat durch physikalische Einlagerung Farbe verleihen, ohne sich chemisch mit ihm zu verbinden. Sie bestehen aus anorganischen Verbindungen (z. B. Metalloxide, Metallsalze) oder organischen Molekülen und unterscheiden sich von Farbstoffen grundlegend durch ihre Unlöslichkeit im Anwendungsmedium. Die färbende Wirkung entsteht durch selektive Absorption und Reflexion von Licht an den Pigmentpartikeln.

Verwendung in der Textilindustrie

In der Textilindustrie werden Farbpigmente vor allem im Pigmentdruck und in der Pigmentfärbung eingesetzt, bei denen die Pigmentpartikel mithilfe eines Bindemittels mechanisch auf der Faseroberfläche fixiert werden. Dieses Verfahren ist für nahezu alle Fasertypen geeignet, da keine chemische Affinität zum Substrat erforderlich ist. Pigmentanwendungen zeichnen sich durch gute Lichtechtheit aus, können jedoch die Griffigkeit des Gewebes beeinflussen und erfordern sorgfältig abgestimmte Bindemittelsysteme, um ausreichende Reibechtheit zu gewährleisten.

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Häufige Frage

Farbstoffe sind im Anwendungsmedium löslich und gehen eine chemische oder physikalisch-chemische Bindung mit der Textilfaser ein, wodurch die Farbe tief in die Faser eindringt. Farbpigmente hingegen sind unlöslich und werden durch ein Bindemittel lediglich an der Faseroberfläche fixiert, ohne sich chemisch zu binden. Daraus resultieren unterschiedliche Echtheiteigenschaften sowie unterschiedliche Anforderungen an das Färbe- bzw. Druckverfahren.

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