Definition
Die Schlichte ist ein meist stärkehaltiger Stoff, der in der Weberei als Schutzfilm auf Kettfäden aufgetragen wird. Die Schlichte schützt die Fäden vor mechanischer Beanspruchung und macht sie deutlich fester und widerstandsfähiger. Das Entfernen von Schlichte nennt man Entschlichten. Nach der Entschlichtung ist das Gewebe besser durchdringbar für Farbstoffe.
Verwendung in der Textilindustrie
Die Entschlichtung ist ein obligatorischer Vorbereitungsschritt in der Textilveredlung und wird durchgeführt, bevor Gewebe gefärbt, gebleicht oder mit Ausrüstungsmitteln behandelt werden. Häufig eingesetzte Verfahren sind die enzymatische Entschlichtung mit Amylasen sowie die oxidative Entschlichtung; die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der Art der verwendeten Schlichte und den nachfolgenden Prozessanforderungen. Unvollständige Entschlichtung führt zu unregelmäßiger Farbaufnahme und Qualitätsmängeln im fertigen Textil.
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