Textil-Glossar

Doublieren

Definition

Doublieren bezeichnet in der Vliesstoffherstellung das Zusammenführen und Übereinanderlegen von mindestens zwei einzelnen Vlieslagen zu einem mehrlagigen Verbund. Ziel ist es, die gewünschte Flächenmasse, Dicke und Gleichmäßigkeit des Endprodukts zu erzielen, da einzelne Vliese aus der Karde oder dem Vliesformer häufig zu leicht oder ungleichmäßig sind. Durch gezielte Kreuzlegung der Lagen lassen sich zudem die mechanischen Eigenschaften – insbesondere die Festigkeit in verschiedenen Richtungen – gezielt beeinflussen. Der doublierte Vliesverbund wird anschließend in der Regel durch Verfahren wie Vernadeln, Verpressen oder thermisches Bonden verfestigt.

Verwendung in der Textilindustrie

Doublieren wird eingesetzt bei der Herstellung von technischen Vliesstoffen für Filter, Geotextilien und Dämmstoffmatten, wo definierte Flächengewichte und hohe Gleichmäßigkeit gefordert sind. Durch Kreuzlegung beim Doublieren können isotrope Festigkeitseigenschaften erzielt werden, was für Anwendungen wie Automobilverkleidungen oder Nadelfilze relevant ist. Das Verfahren ermöglicht außerdem die Kombination verschiedener Fasertypen oder Vliese mit unterschiedlichen Eigenschaften innerhalb eines Verbunds.

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Häufige Frage

Beim Doublieren werden mehrere Vliese vor der Verfestigung übereinandergelegt und gemeinsam zu einem Verbund verarbeitet, sodass die Lagen mechanisch oder thermisch miteinander verbunden werden. Kaschieren hingegen bezeichnet das nachträgliche Verkleben bereits fertig verfestigter Flächengebilde – etwa eines Vliesstoffs mit einer Folie oder einem Gewebe – mithilfe von Klebstoff oder Schmelzklebern. Der wesentliche Unterschied liegt also im Zeitpunkt und in der Art der Verbindung: beim Doublieren innerhalb des Herstellungsprozesses, beim Kaschieren als separater Veredelungsschritt.

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