Definition
Der Baumwollgürtel bezeichnet die geografische Zone zwischen dem 37. nördlichen und dem 37. südlichen Breitengrad, in der die klimatischen Bedingungen – ausreichend Wärme, Sonnenstunden und Niederschlag – den Anbau der Baumwollpflanze (Gossypium spp.) ermöglichen. Er erstreckt sich von China und Indien über den Mittleren Osten, Afrika und den Mittelmeerraum bis nach Nord- und Südamerika, wobei die USA, Indien, China, Brasilien und Pakistan zu den bedeutendsten Anbauländern zählen. Die natürlichen Voraussetzungen – frostfreie Vegetationsperioden und ausreichende Wasserversorgung – bestimmen maßgeblich die Qualität und Quantität der geernteten Baumwollfaser.
Verwendung in der Textilindustrie
Baumwolle aus dem Baumwollgürtel ist der meistverarbeitete Naturfaser-Rohstoff in der globalen Textilindustrie und wird für Bekleidung, Heimtextilien, medizinische Textilien sowie technische Gewebe eingesetzt. Die Herkunftsregion beeinflusst dabei Faserlänge, Feinheit und Reißfestigkeit, weshalb bestimmte Anbaugebiete – etwa Ägypten oder die USA (Pima) – für besonders langstapelige Qualitäten bekannt sind. Kurz- und mittelstapelige Sorten aus anderen Regionen des Baumwollgürtels finden vorwiegend in der Massenproduktion von Standardgeweben und Strickwaren Verwendung.
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