Textil-Glossar

Alkalien

Definition

Alkalien (Einzahl: Alkali) sind basische chemische Verbindungen, die in wässriger Lösung Hydroxidionen (OH⁻) freisetzen und einen pH-Wert über 7 aufweisen. Zu den wichtigsten Alkalien zählen Natriumhydroxid (Natronlauge), Kaliumhydroxid (Kalilauge) sowie Natriumcarbonat (Soda) und Natriumsilikat (Wasserglas). Sie reagieren mit Säuren unter Salzbildung und wirken auf viele organische Materialien quellend oder lösend.

Verwendung in der Textilindustrie

In der Textilindustrie werden Alkalien in zahlreichen Nassveredelungsprozessen eingesetzt, darunter das Abkochen und Mercerisieren von Baumwolle sowie das Entschlichten und Bleichen von Rohgeweben. Starke Laugen wie Natronlauge erhöhen die Faserquellbarkeit und verbessern dadurch die Anfärbbarkeit und den Glanz cellulosischer Fasern. Beim reaktiven Färben werden Alkalien als Fixiermittel zugegeben, um die chemische Bindung des Farbstoffs an die Faser auszulösen.

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Häufige Frage

Laugen sind wässrige Lösungen von Alkalien, während der Begriff Alkali die Verbindung selbst – also den festen oder reinen Stoff – bezeichnet. Ein Alkali wie Natriumhydroxid wird erst zur Lauge (Natronlauge), wenn es in Wasser gelöst wird. Im technischen Sprachgebrauch werden beide Begriffe häufig synonym verwendet, obwohl sie chemisch nicht deckungsgleich sind.

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